Infotainment Television

Infotainment Television

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Samstag, 10.05.2014

Infotainment Television (Wartezimmer TV)

Infotainment in Form  audiovisueller Medien wird immer beliebter. Einige Bestimmungen beachtet, lässt es sich durch ein klares Konzept und die Verwendung aktuellster Industrie Standards effektiv sowie nach individuellen Ansprüchen und Budgets umsetzen und durch vielfältige technische Lösungen ausstrahlen.

Die Einsatzgebiete sind dabei so vielfältig wie die Unternehmer selbst. Vom Spot für das Ladengeschäft oder Schaufenster, über Praxen bis hin zu Behörden und Ämtern.

Im Warteraum von Arztpraxen z.B. darf jedoch nach einem Urteil vom 17.12.2012 (Landgericht Limburg, Az. 5 O 29/11) nicht für bestimmte Apotheken geworben werden. Das verbietet das Bevorzugungsverbot im Apothekengesetz (§ 11 ApoG).

Das Gericht begründete seine Entscheidung so, dass dies "auf eine einseitige Bevorzugung der werbenden und regional ansässigen Apotheken durch die beteiligten Ärzte hinausläuft.“ 

Unkritisch hingegen sind Informationen wie z.B. wichtige Informationen zur Praxis. Etwa die Sprechstunden, eine Vorstellung des Teams oder IGeL-Leistungen, welche auf Wunsch von weiteren Informationen durch inhaltliche Trennung gekennzeichnet sind.

Für das individuelle Unternehmen oder die Praxis relevante Inhalte erstellen wir nach detaillierter Planung und Absprache mit gelieferten Daten, oder individuell mit aktuellsten Technologien effektiv und hochwertig. Fremdbeiträge müssen laut eines Urteils vom klar als solche erkennbar sein.

Die Berufsordnung für Ärzte korrespondiert dazu verpflichtend, dass der Arzt diesem entgegengebrachten Vertrauen zu entsprechen hat (siehe § 2 Abs. 2 MBO).

Laut Zitat des Bundesverfassungsgerichts vom 26. August 2003 – 1 BvR 1003/02 zu dem Urteil des Verwaltungsgerichts Münster vom 20. Mai 1998 –  6 K 3821/97 – zur Zulässigkeit eines „virtuellen Wartezimmer-Informationssystems“ 

"Legt es nahe, dass bei vielen Patienten der Eindruck erweckt wird, der Arzt steht mit seiner Fachkunde hinter den angepriesenen Produkten. Dieser Eindruck drängt sich insbesondere dann auf, wenn es sich um Werbebeiträge mit Bezug zur Gesundheit und zum Wohlbefinden handelt und der Werbebeitrag nicht als Fremdprodukt erkennbar ist."

Eine Finanzierung des Spots durch integrierte und bezahlte Fremdbeiträge ist durch mögliches greifen der Gewerbesteuer unvorteilhaft.



Jo Zapf - inVISUALmotion

Über den Autor: Jo Zapf setzt sich seit 1999 konsequent mit Web, Print, GFX, SFX, VFX & MoGraph auseinander. Als Konsequenz daraus rief er Ende 2012 inVISUALmotion ins Leben. Seine aktuellen Schwerpunkte sind neben Konzeption, Kommunikation und Web, hauptsächlich das filmen, Sound-Effects & Post-Produktion, 3D und Motion Graphics.


Kategorie: Blog, inVISUALmotion, Berlin

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